Aktuelles

Eine Begegnung der besonderen Art:
Jesus und der römische Hauptmann von Kapernaum
Matthäus 8, 5-13

 


Der Konfirmandenkurs Wackernheim 2017/2018 stellte am 11.3.2018
die Geschichte in drei Szenen im Vorstellungsgottesdienst vor Augen.


Es ist schon tief beeindruckend und ungewöhnlich, dass ein römischer
Hauptmann zu einem jüdischen Rabbi geht und ihn um Hilfe bittet.
Dass er das allerdings für seinen Diener (Nico Esch) tut, ist mehr als unüblich, ist bemerkenswert und zeigt, dass der Hauptmann ein Herz hat.


Jesus muss das sehr beeindruckt haben.
Er lässt sich ohne Zögern auf den Hauptmann ein und bietet sofort seine
Hilfe an. Er wollte sogar mit in des Hauptmanns Haus gehen, um nach dem kranken Diener zu sehen.
Was für ein Angebot? Ein Jude, dazu noch ein Rabbiner bei einem
römischen Hauptmann im Haus? Ein "NoGo!"


Der Hauptmann weiß Jesu Angebot zu schätzen, weiß vermutlich aber
auch, in welche Schwierigkeiten sie sich beide damit bringen könnten.


Dann kommt jener starke Satz, der bis heute in der römischkatholischen
Messliturgie von der Gemeinde vor dem Empfang der Eucharistie gesprochen wird:
"Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach kommst, aber sprich
nur ein Wort ..."


Als der Hauptmann zurückkehrt, ist der Diener gesund.
"Dann hat dieser Jesus Wort gehalten", wird der Hauptmann beeindruckt feststellen.


Allein durch die Römerkostüme wurde vor Augen geführt, dass rein
optisch die römische Besatzungsmacht das Bild dominiert.
Ein Centurio (Jona Aker), zwei Offiziere (Noah Ventzki und Maximillian
Oppenberg) betreten die Szene und den Jüngern und Begleiterinnen
Jesu wird Himmelangst und Bange.


Jesus (Constantin Harzer) bleibt besonnen.
Er geht dem Hauptmann, der seine Begleitung in angemessenem
Abstand stehen lässt, mutig und offen entgegen.


Hier hätte alles schief gehen können.
Aber hier begegnen sich zwei Menschen, die dem Anderen jeweils
Wertschätzung und Respekt entgegen bringen.


In der Kunst wird diese Szene unterschiedlich, aber oft mit einer Geste
der Unterwerfung dargestellt (z.B. Hauptmann kniet vor Jesus).
Der KU Kurs hat das bei den Vorbereitungen auf der Konfirmandentagung in Speyer ausführlich diskutiert und ausprobiert.
Die Konfirmanden haben sich für eine Darstellung auf "Augenhöhe"
entschieden. Kein Kniefall, sondern eine leichte Verbeugung, ohne
Helm, ohne Schwert, also entwaffnet - das sollte reichen. So wie wir
Jesus einschätzen, war diese Geste ihm sicher genug.


Der römische Arzt (Hanna Schubowski) war mit seinem Latein buchstäblich am Ende und gibt das ehrlich zu. Das ist auch so ein Detail, das schnell untergehen kann. Außerdem zählte die römische Oberschicht eher auf griechische Ärzte, von deren Heilkunst und Wissen wir bis heute profitieren. Zugegeben, in der biblischen Überlieferung, ist von einem Arzt keine Rede. Das haben wir uns so vorgestellt, dass der Hauptmann zunächst römische und viel lieber noch griechische Heilkunst zu Rate zieht.


Auch Jesu Begleitung wird nicht namentlich erwähnt.
Aber dass Petrus (Nico Esch) dabei war, muss man annehmen.
Schließlich hatte seine Familie in Kapernaum ein Haus.
Maria und Maria von Magdala (Ingrid Meyer und Waltraud Jung) haben
wir vermutet, vielleicht waren auch noch andere Frauen dabei.
Johannes (Hannah Drechsler), der sehr enge Freund Jesu, hatte
natürlich Sorge um seinen Freund, als die Römer in voller Montur zackig
aufmarschierten. Der Hauptmann, ohne Geste der Überlegenheit,
vorsichtig, ohne Helm, ohne militärisches Gehabe, gibt nicht den
klischeehaften Römer, sondern einen Vorgesetzten, der Angst um einen
ihm Anvertrauten hat.
Lange haben wir über sein Motiv nachgedacht. Die biblische Geschichte
sagt dazu nichts. Die Konfirmanden fanden Mitmenschlichkeit und
Verantwortung als durchgreifendes Motiv.


Fast zufällig geschieht die Heilung. Sie steht auch nicht im Vordergrund.
Ganz in Jesu Sinne, der nicht als Wunderheiler verehrt werden wollte
und jeglichen Heilungstourismus ablehnte.
Ihm ging es um Vertrauen, um Glauben, Menschlichkeit und
Barmherzigkeit. Das sollte im Vordergrund stehen und beispielhaft
werden. Hier geschehen also die Wunder.
Er hat zudem das Herz des Hauptmanns und wahrscheinlich auch des
Geheilten gewonnen. Eine Begegnung mit Jesus im Leben eines
Menschen bleibt nicht ohne Folgen. Die zwei Offiziere, die wir einfach
dazu gesetzt haben, werden auch nicht einfach zur Tagesordnung
übergegangen sein.


Jesu Freunde fanden nach seinem Tod und nach seiner Auferstehung
im römischen Heer letztlich viele Anhänger. Mauritius, ein schwarzer
römischer Feldherr, trat im 3. Jahrhundert mit seiner ganzen Legion
zum Christentum über. Das war damals eine Revolution und zog eine
tödliche Strafaktion nach sich.
Im 4. Jahrhundert schließt sich der Sohn eines römischen Tribuns den
Christen an.
Martin von Tours - der Patron der Wackernheimer Evangelischen Kirche
- bezeugte seinen Glauben in tätiger Nächstenliebe ganz im Sinne Jesu
und wird bis heute in allen christlichen Kirchen als Vorbild verehrt.


Wäre die Geschichte damals in Kapernaum anders verlaufen, wer
weiß .....


Mit knappen, weitgehend selbst gewählten Dialogen, unprätentiös, fast
schüchtern, also nicht "dick aufgetragen", spielten die Konfirmanden und
Konfirmandinnen ihre Rollen.
Sie werden wohl nicht mehr vergessen, was einst in Kapernaum
zwischen einem Juden und römischen Hauptmann geschah.
Wer am Sonntag den Weg in den Vorstellungsgottesdienst auf sich
genommen hatte, hoffentlich auch nicht.


Musikalisch war der Gottesdienst durch reichlich Orgelkunst umrahmt:
A. Gubarkova, Franziska Harzer, Noah Ventzski und Trompetenklang:
Constantin Harzer - allein schon ein Erlebnis.


Pfarrerin K. Becker, Wackernheim, den 12.3.2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von „Upcycling“ bis Jugendkirchentag

 

 

 

Auf 16 Seiten bietet die Evangelische Jugendarbeit im Dekanat Ingelheim u.a. Freizeiten sowie Fortbildungsangebote und -vorträge

 

 

Von einem Schnupperwochenende zum Thema „Wasser ist Leben“ für 6- bis 9-jährige, über eine Jugendfreizeit nach Italien, „Kreative Tage“ zum Thema „Upcycling“, den Besuch des Jugendkirchentages bis hin zu Fortbildungsangeboten für Kindergottesdienst-Teamer – das Angebot, das die Evangelische Jugendarbeit im Dekanat Ingelheim in ihrem handlichen Jahresprogramm 2018 macht, ist breit gefächert.

 

Da gibt es Aktionstage für Kinder an den Kar- und Ostertagen in Bingen, eine Woche Gemeinschaftserlebnis im Kloster von Taizé und einen Ökumenischen Jugendkreuzweg zum Kloster Jakobsberg.

Zwei Feste der Evangelischen Jugend sind auch schon in Planung und erste Termine für BasiX-Jugendgottesdienste in Ingelheim, Bubenheim, Bingen-Büdesheim (mit anschließender Reformationsparty) und Heidesheim „stehen“ auch schon.

 

Wer mehr wissen will oder sich anmelden möchte, findet außerdem unter jedem Angebot die richtigen Ansprechpartner und Kontaktadressen. Da kommt Vorfreude auf die kommenden Monate auf... Das Team der Evangelischen Jugendarbeit, bestehend aus fünf Pädagogen und der Dekanatsjugendpfarrerin Petra Lohmann, sind schon ganz gespannt, wie das Echo auf die breite Angebotspalette sein wird.

 

Ein Blick in die Broschüre lohnt sich! Sie kann auf der Homepage der Evangelischen Jugend http://jugend.dekanat-ingelheim.de heruntergeladen bzw. kostenlos beim Dekanat Ingelheim unter der Adresse: Evangelische Jugend Dekanat Ingelheim, Binger Straße 218, 55218 Ingelheim, Tel. 06132/71890 angefordert werden.

 

   

 

 

 

Arbeitsreiche Konfi-Freizeit in Speyer

 

 

 

Am 26. Januar gingen fünf Konfirmanden (zwei fehlten -  krank und Auslandsaufenthalt) mit Pfarrerin Karin Becker, Waltraud Jung und Ingrid Meyer als Betreuerinnen  auf Konfirmandenfahrt nach Speyer.

 

Das Wochenende diente der Vorbereitung des Vorstellungsgottesdienstes.

 

Untergebracht waren  wir in einer sehr schönen Jugendherberge, wo wir  uns sehr wohlfühlten, mit einer Verpflegung, die keine Wünsche offen ließ – besonders der Schokoladenpudding kam sehr gut an.

 

Während der Zeit in Speyer haben wir sehr viel gearbeitet,  um den Vorstellungsgottesdienst gut zu gestalten. Die Konfirmanden waren dabei äußerst diszipliniert und haben sehr gut mitgearbeitet. Wir hoffen, dass die Gemeinde dies beim Gottesdienst spüren kann.

 

Am Samstag besuchten wir das jüdische Museum, wo wir die Reste der Synagoge und die Mikwe (jüdisches Bad) besichtigten. Anhand einer Videodemonstration wurde uns sehr anschaulich das frühere Leben  im Jüdischen Viertel vermittelt. Die Konfirmanden fanden das sehr interessant.

 

Anschließen gab es Freizeit, zum Shoppen und und und…...... Danach wurde wieder fleißig gearbeitet.

 

Die Spielrunde vor dem Schlafengehen mit „Stadt, Land, Fluss" und vielen anderen Ideen machte noch viel Spaß.

 

Am Sonntag besuchten wir den Gottesdienst im  Dom. Es war sehr eindrucksvoll, aber auch sehr kalt. Und es gab viel Weihrauch.  Eine neben mir sitzende Gottesdienstbesucherin meinte: "Sie haben aber tolle Jugendliche, so brav".  Na, das freut einen doch!

 

Nach einer Arbeitsabschlussrunde und Mittagessen ging es dann wieder Richtung Bahnhof.

 

Wir waren froh, alle wohlbehalten und gesund nach Hause gebracht zu haben und auch die Eltern, die uns schon auf dem Bahnsteig erwarteten.

 

 

Resümee der Konfis O-Ton:

 

"Die Tage in Speyer haben mir sehr gut gefallen. Interessant die alte Synagoge mit der Mikwe  und der Dom."

 

"Die Vorbereitungen für den Gottesdienst waren gut."

 

„Ich hätte mich allerdings gefreut, wenn wir den Dom genauer betrachtet hätten.“

 

"Shoppen war cool."

 

"Ja, es war auch lustig."

 

I. Meyer

 

 

 

 

W. Jung, Jona, Constantin, Hanna, Hannah, Nico, I. Meyer (v.l.n.r.) Foto: Pfrin K. Becker

 

 

Doppeltes Jubiläum in der Evangelischen St. Martinkirche in Wackernheim

 

 

 

Unsere ehemalige Pfarrerin i.R. Vera Eichner-Fischer feierte im Januar ihr 25jähriges  Ordinationsjubi-läum und unsere jetzige Pfarrerin Karin Becker auf den Tag genau ihr 26jähriges. Ein Grund   für  Pfarrerin Becker ihre Kollegin nach Wackernheim einzuladen um mit ihr und der Gemeinde dieses Jubiläum zu begehen. Eine sehr gute Idee, denn Pfarrerin i.R. Vera Eichner-Fischer sagte mit Freuden zu.

 

 

Am Sonntag, den 21.1.2018 war es soweit. Nach der  Begrüßung durch die Kirchenvorsteherin Sigrid Wolf und den Grußworten des Vorsitzenden des Kirchenvorstands Birger Beck feierte die Gemeinde den von beiden Jubilarinnen gestalteten  Gottesdienst, festlich  durch  Orgel und Oboe musikalisch begleitet.

 

 

Nach dem feierlichen Gottesdienst gab es ein  Treffen im Evangelischen Gemeindehaus, wo wir bei einer guten Suppe, Kaffee und Kuchen  mit vielen Gemeindemitgliedern noch eine ganze Weile gemütlich zusammen saßen.

 

 

I. Meyer

 

Christvesper 2017

 

 

Nachstehend einige Fotos vom diesjährigen Krippenspiel

 

AS

 

Sankt Martin, der berühmte Bischof von Tours, zu Gast in unserer St. Martinskirche

 

 

Auf eine Zeitreise begaben sich all diejenigen, die am Vorabend des St. Martinstages dem einladenden Glockengeläut in unsere Martinskirche gefolgt waren. Sie wurden dort nicht nur zu Zeitgenossen des berühmten Heiligen, sondern begegneten ihm in Gestalt des berühmten Bischofs von Tours höchstpersönlich. Sankt Martin hatte sich nämlich auf den Weg gemacht, um „seine“ Wackernheimer Kirche zu besuchen, und viele seiner früheren Weggenossen ließen es sich nicht nehmen, ihn dort zu treffen. So war der berühmt gewordene Bettler aus Amiens, mit dem Martin seinen Mantel geteilt hatte, ebenso zur Stelle wie der römische Zenturio, Martins Vorgesetzter beim Militär zu jener Zeit. Sein ehemaliger Söldner-Kamerad hatte sogar die beschwerliche Reise aus Rom auf sich genommen, aber auch eine Bauernfamilie aus Worms, die zu Fuß angereist war, dankte dem Bischof persönlich für zahlreiche erwiesene Wohltaten. –

 

Eindrucksvoll führten die diesjährigen Konfirmanden Jona Aker, Hannah Drechsler, Nico Esch, Constantin Harzer, Maximilian Oppenberg, Hannah Schubowski und Noah Ventzki auf diese Weise die Martinslegende und ihre Zeitumstände vor Augen. Unterstützt wurden sie dabei von Frau Drechsler, Frau Meyer und Pfarrerin Becker sowie Herrn Reimann, der an der Orgel für die musikalische Untermalung sorgte und die Gemeinde beim Gesang aller acht (!) Strophen des Martinsliedes begleitete.  

AH 

 

 

 

 

 

"Das ist es, was bleibt, das Wort Gottes"

 

 

 

 

In Wackernheim begann man den Morgen des Reformationstages um 8.30 Uhr mit für die Gemeinde weithin hörbarer Musik.

Auf dem Platz vor der Wackernheimer Kirche erklangen, angestimmt von Trompete, Hörnern, Posaune, Drehleier, Dudelsack und Flöte, nicht nur Lutherchoräle und Renaissancemusik, sondern auch ein dreimaliges Festgeläut. Im Anschluss fuhren viele Gemeindeglieder Wackernheims zum Reformationsgottesdienst der Ingelheimer Gemeinden in die Burgkirche in Ober-Ingelheim.

 

Hilke Wiekers

 

 

 

Erzählcafé 65+- zum 10. Mal auf Reisen

 

 

 

Wenn Engel reisen, dann lacht der Himmel, so heißt es. Na, dann hatten wir sehr viele Engel unter uns! Ja, der Wettergott meinte es wieder gut mit uns, zu gut, meine ich. Aber wie einige sagten: Besser so als kalt und Regen. Stimmt!

 

Als wir uns am Rathaus trafen, hörte ich schon Herrn Porth sagen: Totalsperrung, Umleitung. Ja, war das eine Wiederholung vom letzten Jahr, da hatten wir ja auch erst eine Stadtrundfahrt durch Mainz - und in diesem Jahr war es wahrlich nicht anders, nein sogar schlimmer. Aber Herr Porth fuhr uns, nachdem wir Wurst und Weck beim Metzger Weil abgeholt hatten, routiniert durch alle Widrigkeiten. Die Fahrt durch Mainz dauerte eh nur 1 Stunde. Hat alles halt ein bisschen länger gedauert.

 

Als wir dann endlich um 10.30 Uhr über den Rhein fuhren, hatten wir das Schlimmste hinter uns und unser Ziel vor Augen. Bis zu unserer Raststätte Lorch, die wir von unserer Reise nach Schwetzingen 2014 kannten und die wir alle besonders schön finden, waren wir damit beschäftigt, uns anhand der Speisekarte für das Abendessen zu entscheiden, nicht ganz einfach. Dazwischen wurde gesungen und erzählt und schon waren wir in Lorch. Dort gab es eine Wiedersehensfeier mit herzlichen Begrüßungen, denn dort hat uns Frau Eichner-Fischer erwartet. Zusammen haben wir gegessen und getrunken, vor allem getrunken. Weils Wurst schmeckte wie immer gut und besonders gut der fantastische Hefekuchen von Elisabeth Paridon und Bundekuchen von Frau Lengenfelder. Herr Kurt Speth hatte die „Sylvia“ mitgebracht, die uns allen sehr gemundet hat. Frau Eichner-Fischer durfte den Rest als Erinnerung an uns mit nach Hause nehmen. Was sie sehr freute!

 

 

Weiter ging es in Richtung Heidelberg. Dort um 13.00 Uhr angekommen führte uns der Weg auf das Schloss. Gemächlichen Schrittes und mit viel Gestöhne ging es in Richtung Bergbahn. Gut, dass man sich fast überall mal setzen konnte. Oben am Schloss angekommen, gab es die erste - verständliche - Aufteilung der Gruppe. Einige hatten sich sofort ein ruhiges, schattiges Plätzchen gesucht und der Rest nahm an einer interessanten Führung teil.

 

 

Zusammen ging es danach wieder runter in die Stadt. Dort machte Frau Eichner-Fischer mit uns einen Besuch in der Heiliggeistkirche. Diese Kirche wurde von 1398-1515 aus rotem Neckartäler Sandstein erbaut. Von 1706 bis 1936 war die Kirche durch eine Scheidemauer in zwei Teile geteilt. Das  Langhaus war protestantisch, der Chor katholisch. Seit 1936 gehört sie zur Evangelischen Landeskirche Baden.

 

Anschließend strömte alles auf die Eisdielen zu. Das musste vor der Abfahrt von Heidelberg einfach noch sein.

 

 

Wir verließen das schöne Heidelberg um 17.30 Uhr,   f a s t   alle waren pünktlich, nur drei Damen haben es nicht ganz geschafft. Die Fahrt ging zurück nach Lorch, wo wir uns intensivst von Frau Eichner-Fischer verabschiedeten. Weiter fuhren wir Richtung Heimat und in den Hildegardishof, wo Herr Klippel für uns reserviert hatte. Nachdem wir gut gegessen, getrunken und viel miteinander geschwätzt hatten, ging es schlussendlich nach Hause, in unser schönes Wackernheim.

 

Dort sind wir  - Dank an unseren langjährigen Fahrer, Herrn Gerhard Porth -  alle gut und wohlbehalten angekommen. Auch unseren lieben Herrn Kloos, den wir mal kurzzeitig vermissten, hatten wir dabei.

 

Wir sagten Tschüss und gute Nacht und bis zum nächsten Mal.

 

 

I. Meyer

 

 

 

 

 

 

Aus dem Tagebuch

einer Hirtin - retten,

was zu retten ist ....

 

 

 

19.12.2016: Ein "Lammnotruf” - zwei Lämmern droht der

Hungertod.

 

Alle Schäfertricks versagen.

Was nun? - Handaufzucht,

sterben lassen oder töten? Es muss eine ehrliche und

schnelle Antwort gefunden werden.

 

Hänsel trinkt, Gretel trauert und wird schwächer. Hänsel stößt Gre-

tel weg (später stellt sich heraus, dass Gretel auch ein "Hänsel" ist, jetzt heißt er Kalle).

 

Kalle nimmt erst nach einer Krauleinheit Milch zu sich.

 

Es klingelt an der Pfarrhaustür. Ein Mensch braucht Hilfe. Alles

braucht seine Zeit.

 

Die Lieder für die Organisten und Küster .... alles muß raus.

 

Kalle bleibt ein Problemlamm.

 

Ein Todesfall wird mir gemeldet.

 

Ich habe Kalle auf dem Arm und Hänsel bei Fuß, beide gewindelt,

sonst geht das im Haus gar nicht. Die Lieder sind weitergegeben.

Die Gottesdienstabläufe stehen. Das Trauergespräch hat natürlich Vorrang.

 

Hänsel und Kalle müssen warten. Wir brauchen eine andere Lö-

sung.

 

 

 

22.12.: Beerdigung, dann Flaschen kochen, Kalle kraulen und Hän-

sel will das nun auch. Mein Hilferuf bei meiner Freundin mit Groß-

familie und Hippotherapiehof bleibt nicht ungehört. Familie Wolf

übernimmt. Mir fällt ein Stein vom Herzen.

 

 

 

23.12.: Die Lämmer ziehen nach Wackernheim zu den “Wölfen”.

 

Sogar die Jüngsten sind im Einsatz. Ich besuche sie. Die Lämmer

können sich nicht an mich erinnern. Das ist dann so. Loslassen ge-

hört eben auch dazu.

 

Alles ist gut - Rettung gelungen von Weihnachten bis Ostern und

darüber hinaus. Sie landen nicht auf dem Teller, sondern haben ei-

ne Zukunft als “Menschenversteher”.

 

 

 

"Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln und im Bausch seines Gewandes tra-

gen und die Mutterschafe führen." - Jes 40,11

 

 

 

Die Rede ist vom einzig wahren Hirten, den Gott für das Volk Israel senden wird. Jesaja beschreibt das Handeln eines Hirten, wie ich

es kenne. Der Verfasser des 23. Psalms spricht von Gott als Hirten, wie ich es hoffe und teilweise erlebt habe. Jesus bezieht das Bild

auf sich. Wir kennen diese Worte. Sie berühren uns. So ist Gott, so ist Jesus, fürsorglich, barmherzig und orientierend.

 

Manchmal ist dann auch Strenge angesagt, nicht nur bei Schafen.

 

Pastores (Hirten) können versuchen, dem nachzufolgen. Allerdings, dass Hirtenamt so tadellos und umfassend ausfüllen zu können,

bleibt Illusion und endet ungebremst schlimmstenfalls im Bournout.

 

Es gelingt nicht alles - weder in einer Schäferei, noch in einer Kir-

chengemeinde.

 

Hirten tragen oft schwer und versuchen zu “tun, was möglich ist.”

 

Kein Wunder, dass das Bild vom Hirten so tief berührt und Ansprü-che nach Rundumversorgung freisetzen kann. Trotz aller gebotener Vorsicht, bleibt es ein Urbild für Fürsorge, Hilfe und Vertrauen.

 

Übrigens, die Herdengröße ist für eine gelingende Hütehaltung be-grenzt.

 

Dazu kommt: Rettung schafft man selten allein. Es braucht Unter-

stützung.

 

Dann kann "gerettet werden, was zu retten ist ....,"  - dann ist Weih-nachten, Ostern und Pfingsten zugleich. Dann bin ich auch gerne

Hirtin - so oder so.

 

 

 

Pfarrerin Karin Becker

 

 

„Er hat Nächstenliebe nicht nur gepredigt, sondern auch gelebt“

 

 Ehemaliger Ingelheimer Dekan Helmut Huber gestorben

  

„Christ in dieser Welt zu sein, genau zu schauen, was die gesellschaftlichen und politischen Probleme sind und zu handeln, das war immer sein Anliegen“. Nicht nur Elfriede Veerhoff , bis 2012 Präses des Evangelischen Dekanates Ingelheim, auch viele andere seiner langjährigen Wegbegleiter beschreiben den ehemaligen Ingelheimer Dekan Pfarrer Helmut N. Huber als Mann der Tat – streitbar, zupackend, aber auch humorvoll und lebenslustig. Am vergangenen Samstag starb der langjährige Pfarrer der Ingelheimer Versöhnungskirchengemeinde im Alter von 77 Jahren und nicht nur in der Ingelheimer Versöhnungskirchengemeinde, im Evangelischen Dekanat Ingelheim, das er von 1990 bis 2002 als Dekan leitete, und in der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau (EKHN) herrscht Trauer. Auch das Regionale Diakonische Werk Mainz-Bingen, der Deutsch-Israelische Freundeskreis Ingelheim und die Sucht- und Jugendberatung Ingelheim trauern nach dem Tod Hubers um ihr ehemaliges, sehr engagiertes Vorstandsmitglied, das viele Dinge angestoßen hat.

 

Der gebürtige Odenwälder übernahm 1973 als Pfarrvikar die Verwaltung der verwaisten Pfarrstelle an der Ingelheimer Versöhnungskirche und es zeigte sich bald, dass hier der richtige Mann am richtigen Ort war. Hubertus Röhrig, der mit Pfarrer Huber nicht nur als Vorsitzender des Kirchenvorstandes der Versöhnungskirche zusammenarbeitete, sondern auch beim Aufbau des Regionalen Diakonischen Werkes Mainz-Bingen mit dem Theologen erfolgreich kooperierte, erinnert sich, wie der damals neue Pfarrer in der Versöhnungskirchengemeinde seinen Schwerpunkt auf die Gemeindearbeit legte, sehr erfolgreich Familienfreizeiten und große Jugendfahrten, u.a. nach Korsika, organisierte.

 

Zusammen mit seiner Frau machte Huber einen Eine-Welt-Laden in seiner Ingelheimer Gemeinde zur festen Einrichtung, hielt politisch inspirierte Predigten und engagierte sich für Amnesty International. „Solidarität war“, so erinnert sich die Nachfolgerin von Huber im Evangelischen Dekanat Ingelheim, Dekanin Annette Stegmann, „für Helmut Huber das, was unsere Kirche braucht. Sein Wirken war geprägt durch sein Engagement für Frieden und Gerechtigkeit“. Maßgeblich wirkte der Theologe, der zunächst eine Ausbildung zum Dreher absolviert hatte und erst über den zweiten Bildungsweg den Pfarrberuf ergriff, deshalb in Ingelheim bei der Friedensbewegung mit und machte auch anderen Menschen Mut, sich zu engagieren. „Helmut Huber“, so sein Weggefährte Hubertus Röhrig, „hat aber nicht nur Nächstenliebe gepredigt, sondern auch gelebt“. Aus diesem Grunde wurde Huber auch die höchste Auszeichnung der Diakonie Deutschland, das Kronenkreuz in Gold, verliehen.

 

Sein lebhaftes Interesse am politischen Weltgeschehen, an der Entwicklung und auch an der Rolle der Kirche in der Gesellschaft bewirkte, dass Huber sich auch früh in der Dekanats-  und Landessynode engagierte: Von 1980 bis 1992 war er durchgehend Landessynodaler, in der 7. Kirchensynode von 1992 bis 1998 Mitglied des Benennungs- und Umweltausschusses. Nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand am 3. November 2002 blieb der „Dekan mit Leib und Seele“, wie es damals die Ingelheimer Präses Elfriede Veerhoff formulierte, seinem „Metier“ insofern treu, als dass er mit großer Freude an der IGS Kurt Schumacher Ingelheim bis 2010 Religionsunterricht gab und als seelsorgerlicher Berater an der Schule tätig blieb. Auch dort wird man den tatkräftigen, immer menschlichen Theologen sehr vermissen.

 

 

 

 

 

 

Ostersonntag 10.00 Uhr
Ostergottesdienst mit Hl. Abendmahl,

 

Pfrn. Becker

 

 

 

 

 

Ostermontag 10.00 Uhr
Gottesdienst zum Osterfest,

 

Frau Hof, Prädikantin aus Mainz-Finthen 

 

 

Zu beiden Gottesdiensten werden wir beschenkt mit feiner Orgelmusik

 

 

 

 

 

 

Karfreitag 2017

 

Wackernheim 14.4.2017

 

10.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst

 

+ St.Martinsquartett + Gesang + Oboe

 

 

EINGANGSMUSIK

 

Georg Philipp Telemann (1681-1767)

 

"Der für die Sünden der Welt leidende und sterbende Jesus"

 

Passionsoratorium - Text: Barthold Heinrich Brockes TWV 5:1

 

 

 

Arie 1 "Brich mein Herz zerfließ in Tränen"

 

Votum. Amen

 

Psalm. Amen

 

Gebet. Amen

 

Lied: EG 75 1-3 Ehre sei dir Christe

 

Lesung: Mk, 15-16 Verurteilung, Folter

 

Arie 2 "Ich seh' an einen Stein gebunden ...

 

Lesung: Mk 15, 17-20 Verspottung, Dornenkrone

 

Arie 3 "Lass doch diese herben Schmerzen

 

Lesung: Mk 15, 20-23 Auf dem Weg nach Golgatha

 

Arie 4 "Jesu, Jesu dich mit unseren Seelen zu vermählen"

 

Lesung: Mk 15, 24-27 Kreuzigung

 

Arie 5 "Es scheint ....."

 

Credo

 

Lesung: Mk 15, 33-39 Finsternis und Tod

 

Arie 6 "Was Wunder dass der Sonnen Pracht"

 

Predigt

 

Lied: EG 81 1.4-6 Herzliebster Jesu was hast verbrochen

 

 

 

Abendmahl

 

Praefationsgebet "Heilig, heilig ....."

 

Einsetzungsworte "Christe, du Lamm Gottes"

 

Austeilung Sinfonia "Al Santo Sepolcro" - Antonio Vivaldi

 

Siciliano - Concerto D-Dur für Oboe d'amore und Streicher - Johann S. Bach

 

Dankspruch

 

 

Lied: EG 212 1-3 Das sollt ihr Jesu Jünger nie vergessen

 

Fürbitten. Vaterunser

 

Mitteilungen

 

 

Lied: EG 85 5.9.10

 

Erkenne mich mein Hüter

 

Segen. Amen .....

  

Musik zum Ausgang Schlußchoral - Passionsoratorium -
G. Fr. Telemann

 

 

"Einer von euch ....." - Leonardo da Vincis Abendmahlsszene

 

 in Wackernheim in der St.Martinskirche

 

Am 2.4.2017 im Vorstellungsgottesdienst des Konfirmandenkurses 2016/17 erklärten die Konfirmanden das Passahfest mit dem Sederabend, als Höhepunkt stellten sie Leonardo da Vincis berühmte Abendmahlsszene nach.

 

Sie führten damit den Gottesdienstbesuchern jene Situation vor Augen, als Jesus den bevorstehenden Verrat in den Raum stellte und damit Erschrecken und Entsetzen bei seinen Freunden auslöste. "Einer von euch wird mich verraten!"

 

Die Szene wurde "eingefroren" und vermittelte dadurch eindrücklich, wie aus einer schönen festlichen Feier eine dramatische Zerrüttung wurde, weil die Wahrheit auf den Tisch kam.

 

 

 

Mit dem Vorstellungsgottesdienst werden die Besucher einen tiefen Eindruck von der Vorgeschichte des christlichen Abendmahls bekommen haben.

 

Die Darstellung des Konfirmandenkurses in der Abendmahlsszene zusammen mit den schönen musikalischen Beiträgen der Konfirmanden und Konfirmandinnen, sowie die Musikbeiträge von Anastasia Gubarkova(Orgel) und Anne Villiger (Oboe) und nicht zu vergessen, der festliche Orgelbeitrag von Franziska Harzer, werden in Erinnerung bleiben und verbinden uns weit über diesen Tag hinaus.

 

 

 

Herzlichen Dank allen, die den Gottesdienst mitgefeiert haben, natürlich dem KU Kurs, ebenso Frau I.Meyer für den Kirchenvorstand und allen hilfreichen Menschen, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen.

 

Ihre Pfarrerin Karin Becker, Wackernheim 3.2.2017 

 

 

 

Foto mit freundlicher Genehmigung von 

Melanie Mitz, Wackernheim 

 

 

 

„Zweifach tief“: Kammermusik vom Feinsten

 

 

 

Mit Martin Ostertag und Katrin Melcher gastieren in Wackernheim Musiker von Weltrang

 

 

 

„Das wird ein sehr interessantes Publikum anziehen – weit über die Grenzen Wackernheims hinaus!“, wenn Pfarrerin Karin Becker über das am 19. März 2017 in der Wackernheimer Martinskirche geplante Kammermusik-konzert berichtet, gerät sie unwillkürlich ins Schwärmen. Kein Wunder, ist die Pfarrerin, die sich selbst auch als Trompeterin der Musik verschrieben hat, doch mit dem hochkarätig besetzten Konzert der Verwirklichung ihres Traums ein Stück näher gekommen. Möchte die musikbegeisterte Theologin doch mit Musik der Meisterklasse Dorfkirchen zu größerer Beachtung zu verhelfen.

 

Der Anfang ist nun gemacht: Zwei Musiker der internationalen Meisterklasse werden am 19. März um 18.00 Uhr in der evangelischen Martinskirche erwartet. Es sind mit Professor Martin Ostertag, einer der führenden Cellisten auf nationalen und internationalen Konzertpodien und mit Katrin Melcher, Viola, ein Mitglied im deutschen Streichsextett und eine Mitbegründerin der Freiburger Kaisersaal-Konzerte am Werk.

 

Angelockt von der hervorragenden Akustik des Wackernheimer Gotteshauses, werden die beiden Ausnahmemusiker unter dem Titel „Zweifach tief – Duo Viola & Cello“ Werke vor allem zeitgenössischer Komponisten, wie Alessandro Rolla, Witold Lutoslawski, Volker David Kirchners und Julian Melones, spielen. Ein kammermusikalischer Genuss – nicht nur für Kenner, denn der Musiker Martin Ostertag, Professor an der Musikhochschule in Karlsruhe und Veranstalter von Meisterkursen auf der ganzen Welt, wird sowohl die Stücke als auch die Komponisten vorstellen und erklären. „Damit haben wir Wackernheimer die 1. Liga der Musik direkt vor der Haustür“, freut sich Pfarrerin Becker, und hofft, dass auch viele Wackernheimer die Gelegenheit nutzen, und an diesem 19. März den Weg in ihre kleine Kirche finden, der ja anspruchsvolle Klänge nicht fremd sind, schließlich brilliert hier u.a. das Wackernheimer St. Martinsquartett und andere Solokünstler und –künstlerinnen nicht nur in Gottesdiensten und sondern auch konzertant.

 

Der Cellist des St.Martinsquartetts, Christian Iber, betreut das Konzert; die Organisation bisher durch Frieder Eberbach geleistet, wird zukünftig auch an Christian Iber des St. Martinsquartetts gehen.

 

Hilke Wiekers

 

 

Eintrittskarten (10 Euro regulär, 5 Euro ermäßigt) gibt es im Evangelischen Pfarramt von Wackernheim, in der Neustraße 1 zu kaufen (Tel. 06132/657661). Dienstags von 9 bis 12.00 Uhr und donnerstags von 17 bis 19.00 Uhr oder aber auch per Mail bei Pfarrerin Becker zu bestellen (E-Mail kaestebecker@t-online.de).

 

 

 

Weltgebetstag 2017

 

 

Der Gottesdienst findet im Martin-Niemöller-Haus in Heidesheim statt am Freitag, dem 3. März um 19.00 Uhr, wie immer in Zusammenarbeit mit den vier Kirchengemeinden in Heidesheim und Wackernheim. Thema: Was ist denn fair? - Am Beispiel Indonesien. 

 

 

 

Konfirmandenfreizeit vom 20.-22.1.2017 in Speyer

 

 

 

Als Kirchenvorsteherin durfte ich Pfarrerin Becker und die diesjährigen Konfirmanden zur Vorbereitungsfreizeit in die Jugendherberge nach Speyer begleiten.

 

Es waren 6 Mädchen, 5 Jungs, Franziska Harzer und ich, die Pfarrerin Becker folgten.

 

Ich war schon sehr neugierig auf die Tage, die vor mir lagen, wenn es auch nicht die erste Konfirmandenfreizeit für mich war.

 

 

 

Unsere Anreise mit dem Zug klappte wunderbar und alle, die in Ingelheim abfuhren, kamen auch in Speyer an.

 

In der Jugendherberge waren wir sehr gut untergebracht und begeistert von der Verpflegung, die keine Wünsche offen ließ.

 

 

 

Der Aufenthalt in Speyer diente dazu, den Vorstellungsgottesdienst am 2.4.2017 vorzubereiten.

 

Gemeinsam haben wir in diesen Tagen sehr intensiv gearbeitet und ich kann sagen, das Interesse der Konfis und ihre Ernsthaftigkeit hierbei haben mich sehr beeindruckt. Vieles an Ideen und Vorstellungen wurde von ihnen eingebracht und wird im Gottesdienst umgesetzt.  Es wurde  nicht nur „hart gearbeitet", sondern wir hatten auch viel Spass dabei und es wurde viel gelacht.

 

 

 

Wichtig war auch der Besuch im Jüdischen Museum, wo wir sehr viel Interessantes über das Judentum erfuhren. Wichtig zur Vorbereitung des  Themas im Vorstellungsgottesdienstes „Das christliche Abendmahl und dessen jüdische Wurzeln“. Die Konfis waren dabei sehr aufmerksame Zuhörer.

 

 

 

Auch die Freizeit kam nicht zu kurz. So hatten alle Gelegenheit, mit Franziska loszuziehen in die „City“ von Speyer.

 

 

 

Am Sonntag gab es keinen gemeinsamen Gottesdienst. Eine Gruppe wollte in die Gedächtniskirche und eine in den sehr sehr kalten Dom.

 

Nach dem Gottesdienst und gemeinsamen Mittagessen fuhren wir zum Bahnhof und nach Hause.

 

In Mainz gabe es ein wenig Chaos – in Mainz spielte Mainz 05 gegen Köln – was die Abfahrten dort ein wenig durcheinander brachte. Die meisten von uns nahmen es gerlassen, denn wir kamen alle gut behalten nach Hause.

 

 

 

Nicht nur die Konfis auch ich habe einiges an Eindrücken mitgenommen. Es war eine schöne Zeit.

 

 

 

                                                                                                                      Ingrid Meyer

 

 

 

Sternsingeraktion 2017

 

 

„Wir kommen daher aus dem Morgenland; wir kommen, geführt von Gottes Hand...“ - am 7. Januar 2017 war es wieder soweit: Unter dem Motto „Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit“ zogen 13 Kinder in Begleitung von 7 jugendlichen Betreuern als Sternsinger durch Wackernheim. Auch einige unserer diesjährigen Konfirmanden engagierten sich bei der Aktion, die in diesem Jahr schon zum dritten Mal ökumenisch war.

 

In fünf Gruppen aufgeteilt, brachten die Sternsinger bei Eiseskälte mit Gesang den Segen in die Häuser und mit Kreide an die Türen. Dabei kamen stolze 2.800€ zusammen, wofür allen Spendern an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön gesagt sei!

 

Die diesjährige Aktion zeigte am Beispiel der kenianischen Region Turkana auf, welch schwerwiegende Folgen die Veränderungen des Weltklimas für Menschen haben, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben – natürlich sind auch Kinder direkt davon betroffen.

 

Beachten Sie zu diesem Thema auch unsere Veranstaltungsreihe ab 24. Januar in Zusammenarbeit mit RaBE im Evangelischen Gemeindehaus!

 

 

 

Die vier Referent/innen der Vortragsreihe werden sich gemeinsam mit Ihnen an drei Abenden mit der Thematik unter verschiedenen Aspekten beschäftigen. Nach den Einzelvorträgen wird es genügend Zeit für Diskussion geben.

  

Den Anfang wird Herr Dr. Hans-Peter Häufel im Januar machen. Er wird aus naturwissenschaftlicher Sicht Ursachen und Dynamik des Klimawandels verständlich aufzeigen und anschaulich die Folgen für die Menschen heute im sogenannten Anthropozän darstellen.

  

Die folgenden närrischen Wochen können Sie dann bis zu unseren nächsten Veranstaltungen im März als Denkpause nutzen.

 

Am zweiten Abend können Sie sich mit gleich zwei Vorträgen auseinandersetzen:

 

Frank Repovs wird in seinem Beitrag Perspektiven dafür eröffnen, wie man allein durch genossenschaftliches Engagement mit Anderen oder auch nur durch konkrete Teilhabe an Genossenschafts-Projekten etwas gegen den Klimawandel bewirken kann.

 

Wider besseres Wissen verharren wir alle in alten Denk- und Handlungsgewohnheiten. Schritte zu den objektiv notwendigen Veränderungen sind scheinbar mühsam. Was uns daran hindert, persönlich aktiv zu werden und sich einzubringen, wird Gisela Bräuninger aus medizinisch-psychotherapeutischer Sicht beleuchten.

  

Mit einem weiteren Aspekt wird sich Pfarrerin Karin Becker am dritten Abend beschäftigen. Ihre Interpretation der biblischen Schöpfungsgeschichte und der Blick auf die ethische Verantwortung der Menschen vor diesem Hintergrund wird die Vortragsreihe abrunden.

 

Sie haben an diesen 3 Abenden die Möglichkeit Ihr Wissen und Ihren Blickwinkel zu erweitern  und sich durch andere Sichtweisen und Aktivitäten anregen zu lassen.

 

Und vielleicht entdecken Sie außerdem auch zusätzlich noch für sich eine Möglichkeit, aktiver zu werden.

 

 

 

 

 

 

Mo, 31.10. „Auf dem Weg zur Reformation“

 

 

Reformationsgottesdienst des Dekanates Ingelheim in der Ingelheimer Burgkirche betrachtet Luther aus anderer Perspektive

 

 

31.10.2016 (19.00). Wie sollte es auch anders sein: Der Reformationsgottesdienst des Evangelischen Dekanates Ingelheim wird am kommenden Montag ganz im Zeichen der Reformation und der Persönlichkeit des großen Reformators Martin Luther stehen. Dekanin Annette Stegmann wird zum Thema „Auf dem Weg zur Reformation“ sprechen, die Pfarrerin der Burgkirche, Angelika Beck der Frage nachgehen, „Was hat die Reformation gebracht?“ und Jürgen Zuck, Prädikant der Ingelheimer Versöhnungskirchengemeinde, wird das für das kommende Jahr geplante Pop-Oratorium „Luther“, an dem er im Februar 2017 in der Mannheimer SAP-Arena als einer von über 1000 Sängerinnen und Sängern teilnehmen wird, vorstellen. Die Besucher des Ingelheimer Dekanats-Reformationsgottesdienstes werden dazu einen kleinen Vorgeschmack auf dieses Musical bekommen: es stehen nämlich zwei Lieder dieses „Projektes der Tausend Stimmen“ auf dem Gottesdienstplan, die von den Gottesdienstbesuchern - begleitet von dem Organisten und Dekanatsmusiker, Carsten Lenz – gesungen werden können. Ein abwechslungsreicher Gottesdienst, der eine etwas anderen Perspektive auf die Reformation bieten wird, ist zu erwarten.

 

 

 

 

 

 

 

"Jetzt gibt es keinen Grund mehr, zu Hause zu bleiben" 

 

 

Die Evangelische Kirchengemeinde Wackernheim feiert ihre renovierte Orgel und weiht barrierefreien Zugang zur Kirche ein

 

Dreifachen Grund zum Feiern gab es am Erntedankfest-Sonntag in der Wackernheimer St. Martinskirche: Zum einen feierte die Gemeinde das traditionelle Erntedankfest, zu dem einige Kinder mit Petra Aker bereits am Vortag den Altarraum mit Obst, Gemüse und Blumen dekoriert hatten.

 

Zum anderen lässt sich die Kirche ab sofort sehr bequem auch mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen über den neuen barrierefreien Zugang von der Straße „Im Kirschgarten“ her erreichen, der im August auf den Grundstücken der Familie Anspach und Marianne Küsgens angelegt worden ist. Und schließlich feierte man die Renovierung der historischen Dreymann-Orgel (Baujahr 1856), der im Sommer zum 160. „Geburtstag“ eine Großreinigung spendiert worden war. Dazu wurden zwischen Mitte Juli und Ende August sämtliche Pfeifen ausgebaut und in der Werkstatt der Orgelbaufirma Hugo Mayer im saarländischen Heusweiler überarbeitet und gereinigt. Auch die mechanischen Teile der Orgel wurden überprüft und, wo nötig, repariert oder ersetzt. Ebenso wurde das Pedal instand gesetzt, die Tastatur gereinigt und neue Beschriftungen für die Register angefertigt. Zuletzt erfolgte die Stimmung und Intonation der wieder eingebauten Orgelpfeifen vor Ort. Vom gelungenen Ergebnis dieser Maßnahmen konnten sich die zahlreichen Gottesdienstbesucher am Sonntag überzeugen, wobei als besonderes „Schmankerl“ auch mehrere Stücke mit Oboe und Gesang zu hören waren.

 

Beim an den Gottesdienst anschließenden Umtrunk informierten sich viele Besucher anhand zweier Infotafeln über die Baumaßnahmen an Orgel und Weg und stießen mit einem Glas Wein auf deren Gelingen an. Mit Pfarrerin Karin Becker lässt sich festhalten: Es gibt viel Grund zur Dankbarkeit und – keiner hat mehr eine Ausrede, nicht zum Gottesdienst zu kommen.

 

Nochmals sei allen Beteiligten gedankt, die mit ihrem Arbeitseinsatz, finanziellen oder ideellen Zuwendungen die evangelische St. Martinskirche noch attraktiver gemacht haben!                                                                    AH

 

  

 

 

 

 

Unser Kirchengrundstück ist jetzt barrierefrei zugänglich!

 

 

 

Alles begann mit einem 80. Geburtstag. Oder begann alles nicht schon viel viel früher, nämlich mit den iroschottischen Mönchen, die bereits im 8. Jahrhundert den Grundstein für die erste Wackernheimer Kirche legten? Schließlich waren sie es, die den Bau an einem markant erhöhten Punkt errichteten, schließlich verdanken wir ihnen, dass es ohne Stufen oder Steigung nicht möglich ist, das Gotteshaus zu erreichen.

 

Zwar gab es schon seit Jahren einen Fußpfad von der Straße „Im Kirschgarten“ zu unserer Kirche. Dieser Pfad führte über das Privatgelände der Familie Anspach und man musste zweimal zwei hohe Stufen überwinden, um zur Kirche zu kommen. Es bestand schon lange der Wunsch, diesen Zugang barrierefrei und behindertengerecht zu gestalten.

 

Aber zurück zum 80. Geburtstag eines echten Wackernheimer „Urgesteins“, dessen Motto „geht nicht gibt’s nicht“ lauten könnte. Der Jubilar, Kurt Speth nämlich, wünschte sich schon lange einen Weg zur Kirche, der auch mit einem Rollator befahrbar sein sollte. Schließlich, so war ihm klar, würde er selbst, aber auch die anderen Kirchenbesucher, ja nicht jünger. Gedacht, gehandelt. Kurt Speth wünschte sich zu seinem Wiegenfest also Spenden für die Kirchengemeinde, um damit den finanziellen Grundstein für einen Weg ohne Stufen zu legen. Nun war es allein damit allerdings nicht getan. Schließlich gehört das Gelände, über das dieser Weg führt, gar nicht der Kirchengemeinde, sondern der Familie Anspach und Marianne Küsgens, der Besitzerin des Landgasthofs „Kirschgarten“. Aber alle Beteiligten waren bereit, so viel Grund und Boden ihrer Grundstücke zur Verfügung zu stellen, dass der Weg auf der benötigten Breite von 100 cm – also für Rollator, Rollstühle und Kinderwagen gleichermaßen passierbar – mit sanfter Steigung, aber ohne Stufen bis zum schmiedeeisernen Tor auf der Südostseite der Kirche geführt werden kann.

 

Als Abschluss zur Straße Im Kirschgarten musste eine neue Tür geschaffen werden. Peter Hammer erstellte einen Entwurf und fertigte die eiserne Tür an. Zusätzlich erklärte sich Familie Anspach bereit, die neue Tür zu stiften. Herbert Klippel übernahm im Auftrag des Kirchenvorstandes die  Organisation und die Bauleitung, und so konnte die Baumaßnahme in der zweiten Augusthälfte von der Firma Pawel Szczepaniak aus Heidesheim erledigt werden. 

 

An dieser Stelle sei den Grundstücksbesitzern Familie Anspach und Marianne Küsgens für ihre großzügige Unterstützung dieses Projekts herzlich gedankt sowie dem Initiator Kurt Speth, der auch beim Abtransport des Aushubs tatkräftig geholfen hat. Am besten, sie schauen sich den neuen Weg selbst an, wenn sie an einem der nächsten Sonntage einen Gottesdienst in unserer Wackernheimer St. Martinskirche besuchen. Jeden Sonntag um 10.00 Uhr besteht Gelegenheit dazu, der Seele etwas Gutes zu tun!                 

 

NB. Gerne werden immer noch Spenden für den Zugang entgegengenommen. Die Kto.Nr. der Evangelischen Kirchengemeinde ist IBAN DE455550912000083290706 bei der Volksbank Alzey-Worms. Eine Spendenquittung wird Ihnen zugesandt!

 

 

 

Ausflug Erzählcafe 65+- nach Marburg

 

 

Erzählcafé 65+-  „on tour“

 

 

 

Zum 9. Mal – Kinder, wie die Zeit vergeht – fuhren wir am 10. Juni 2016, jetzt mit Pfarrerin Karin Becker und vielen Besuchern des Erzählcafés 65+-  los in Richtung Marburg an der Lahn. Dieser Freitag, man möchte es kaum glauben,  war ein wunderschöner Tag mit herrlichem Wetter mitten in einer  Schlechtwetterperiode. Wer da wohl gute Beziehungen nach Oben hatte?

 

Los ging die Fahrt wie immer um 9.00 Uhr mit einem Zwischenstopp in Finthen beim Metzger Weil. Dort hat man uns bereits unsere Worscht und Weck gerichtet, der Wein lag schon im Bus verstaut. Herr Porth – der uns auch dieses Mal fuhr  –  machte mit uns wegen der Verkehrsverhältnisse auf der Schiersteiner Brücke eine kleine Stadtrundfahrt durch Mainz. Bei dieser Gelegenheit haben wir durch die vielen Fragen, die hier gestellt wurden,  festgestellt, dass eine Stadtführung durch Mainz sicher nicht verkehrt wäre.

 

Wir ließen Mainz hinter uns und stimmten unser 1. Lied an, traditionsgemäß „Lobet den Herren“. Die Autobahn meinte es gut mit uns, kein Stau. So ging es über Friedberg, Gießen übers Gambacher Dreieck nach Marburg. Dort angekommen machten  wir  direkt bei der Elisabeth-Kirche  unser Picknick und packten aus: Tische, Bänke, Kaffee, Wurst, Wein, Tassen, Gläser und den leckeren Hefekuchen von Elisabeth Paridon.

 

Nach der guten Stärkung wurde  schnell eingepackt, denn um 12.20 begann die Führung in der Elisabethkirche -  erbaut im Jahre 1235 über dem Grab der  Hl. Elisabeth. Was wir dort  über die Heilige Elisabeth, eine ungarische Königstochter,  hörten war sehr  interessant. Ihr  geistliches Vorbild  war Franz von Assisi. Sie wurde 1221  mit dem Landgrafen Ludwig IV von Thüringen verheiratet und nahm sich als Landgräfin besonders der Hungernden und Kranken an. Nachdem ihr Mann 1227 starb, verließ sie die Wartburg und verpflichtete sich, ein Leben in Armut und Gehorsam zu leben. 1235 erfolgte ihre Heiligsprechung.

 

Bei der interessanten Führung durch die Kirche hatte es uns eine Besonderheit angetan und erheitert. Das Chorgestühl für die hohe Geistlichkeit war so konzipiert, dass man beim langen Sitzen sich auch mal stellen konnte und zwar durch das Aufklappen der Sitzfläche, so konnte man sich dann stehend setzen. Allerdings musste man dabei die „Klappe halten“. Einem unserer Mitreisenden gelang dies nicht und es gab einen lauten Knall.

 

Von der Kirche liefen wir zu einem Aufzug, der uns in die Oberstadt von Marburg brachte. In einer romantischen Umgebung war es eine Freude, sich in einem der schönen Cafés oder Eisdielen mit Eis, Kaffee und Kuchen und viel Wasser zu stärken – denn wir hatten gutes Wetter.  

 

Anschließend fuhr uns der „Blaue Klaus“ gut schüttelnd durch Marburg und zum Schloß. Wir waren heilfroh, dass wir fuhren, denn in Marburg geht es steil bergauf und das bei Kopfsteinpflaster. Gegen 17.00 Uhr verließen wir dann die Stadt und traten unsere Heimreise an. Natürlich wieder mit viel Gesang. Pfarrerin Becker hatte da  schon ein wenig Probleme mit ihrer Stimme.

 

Im „Annenhof“ in Bingen Büdesheim beendeten wir diesen schönen Tag, bei  gutem Wein und  gutem  Essen. Herr Klippel hat wieder einmal gut gewählt. Wohlbehalten und zufrieden trafen wir um ca. 21.00 Uhr in Wackernheim ein und alle waren sich einig – Marburg ist eine Reise wert.

 

                                                                                                                         I. Meyer

 

 

 

 

Erster Schaftag für evangelische Kindergottesdienstkinder im Dekanat Ingelheim

 

 

Besonderes Sonntags-Erlebnis im frühlingsgrünen Welzbachtal

 

 

 

Gismo und Fine bleiben gelassen.  Umringt von 29 Kindern zwischen 4 und 12 Jahren sind die beiden Schafe die Stars dieses Sonntags, des ersten Schaftags, den die Evangelischen Gemeinden von Appenheim, Nieder- und Ober-Hilbersheim sowie Wackernheim ihren Kindergottesdienstkindern bieten.

  

Um 11.30 Uhr hatten sich die Kinder nach einer kurzen Andacht mit ihren ehrenamtlichen Begleitern, Müttern und Vätern, Omas und Opas auf den Weg in die Appenheimer Gemarkung in Richtung Nieder-Hilbersheim gemacht.

  

Pfarrerin Karin Becker hatte die Führung übernommen. Als Pfarrerin ist sie nicht nur im übertragenen Sinne ein guter Hirte ihrer Gemeinden (bis zum 1.2.2016 war sie Pfarrerin von Appenheim, Nieder- und Ober-Hilbersheim; seit dem 1.3.2016 ist sie dies in Wackernheim), als Besitzerin eines Schafes, das sie selbst mit der Hand aufgezogen hat, weiß sie auch vieles über Lebensweise und Verhalten der wolligen Wiederkäuer.

  

Zünftig ist Karin Becker deshalb auch mit Schäferhut, wasserdichtem Cape und Hirtenstab ausgestattet. Hier und dort macht sie halt, um die Kinder auf das Zusammentreffen mit den Schafen vorzubereiten, die sich parallel zu den Kindergottesdienstkindern von Nieder-Hilbersheim mit ihren Schafhaltern Sabine und Michael Flörks aufgemacht haben, um den Schaftag-Teilnehmern entgegen zu kommen.

  

Als die friedlichen Vierbeiner endlich in Sicht sind, wissen die Kinder deshalb auch, wie sie sich verhalten müssen. Besonnen und ruhig gehen sie auf die Schafe zu. Widder Gismo und Jungschaf Fine geben deshalb ihre vorsichtigen Vorbehalte gegenüber den Kindern auch schnell auf und lassen sich zutraulich streicheln. Als „große Herde“ geht es weiter zur Nieder-Hilbersheimer Weide, wo die übrigen 18 Schafe der Familie Flörks mit herrlichem Blick das rheinhessische Hügelland seit kurzem am saftigen Gras knabbern dürfen.

 

Kleine Zwischenstopps lockern die Wegstrecke auf: das Lied „Weil ich Jesu Schäflein bin“ wird angestimmt und innegehalten, um gemeinsam den Psalm 23 zu beten. Dessen Zeilen „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser“ angesichts der frühlingsgrünen, stillen Frühlingslandschaft um Nieder-Hilbersheim zu beten, das ist schon ein besonderes Erlebnis – ebenso wie mitzuerleben, wie andächtig dies auch die Kindergottesdienstkinder tun. Auf dem Rückweg von den Schafen holt die Schaftags-Teilnehmer dann doch noch das stürmische Aprilwetter ein. Wie gut, dass sich die Eltern schon auf dem Weg gemacht haben, um die müden Wanderer am vereinbarten Treffpunkt zwischen Appenheim und Nieder-Hilbersheim abzuholen.

 

Fotos und Text: Dekanat Ingelheim

 

 

 

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Konfirmation 2016

 

An Palmsonntag ist in Wackernheim traditionell Konfirmationssonntag, und so war es auch in diesem Jahr. Für zehn Jungen und Mädchen war am 20. März ihr „großer Tag“. Durch den kurz zuvor vollzogenen Wechsel in der Pfarrstellenbesetzung gab es in diesem festlichen Gottesdienst ein historisch großes Aufgebot an geistlichem Personal: Neben unserer neuen Pfarrerin Karin Becker war ihre Vorgängerin im Amt, Pfarrerin i.R. Vera Eichner-Fischer angereist, um die Jugendlichen einzusegnen. Schließlich hatte sie sie während der Konfirmandenzeit die längste Zeit begleitet und auch ein ereignisreiches Wochenende in Wittenberg mit der Gruppe verbracht. Außerdem wurde der Gottesdienst von der Gemeindepädagogin des Dekanats, Frau Alexandra Scheffel, mitgestaltet, die in der Zeit der Vakanz den Konfirmandenunterricht fortgeführt und auch den  Vorstellungsgottesdienst mit den Konfirmanden ausgezeichnet vorbereitet hatte. Dafür bedankte sich der Kirchenvorstandsvorsitzende Birger Beck im Namen der ganzen Gemeinde und des Kirchenvorstandes mit einem großen Blumenstrauß. Den Konfirmanden wünschen wir an dieser Stelle alles Gute und weiter Gottes Segen auf ihrem weiteren Lebens- und Glaubensweg!

 

 

 

Foto v.l.n.r.: Die Konfirmanden Letizia Flemig, Luca Hunzinger, Lisa Kestner, Viktor Glaser, Daniel Mitz, Janis Kwiecinski, dahinter: Friederike Degen, Justin Schwarzkopf, Carl Riemer, Julia Reichert; rechts die Liturginnen: Alexandra Scheffel, Pfarrerin Karin Becker, Pfarrerin i.R. Vera Eichner-Fischer.                      

 

AH

 

 

„Maßgeblich dazu beigetragen, dass man Kirche in Wackernheim auch spürt“

 

Dankbare Würdigung des 9jährigen Wirkens von Pfarrerin Eichner-Fischer

 

 

 

Es war ein Vormittag des Abschieds und des Dankes ­– der erste Sonntag nach Epiphanias 2016 in der St. Martinskirche von Wackernheim: Nach neunjähriger Amtszeit verabschiedete die Evangelische Kirchengemeinde ihre Pfarrerin Vera Eichner-Fischer mit einem feierlichen Gottesdienst und einem Empfang in den Ruhestand. „Die Kirche entpflichtet Sie aus dem Dienst Ihrer Gemeinde und verabschiedet Sie, Frau Eichner-Fischer, in den Ruhestand“, erklärte Pfarrerin Annette Stegmann, Dekanin des Evangelischen Dekanates Ingelheim, aus Anlass der Verabschiedung und warf gleichzeitig einen Blick in die Zukunft, „aber Sie hängen den Talar nicht an den Nagel, so ist das bei uns Pfarrerinnen und Pfarrern nicht. Sie können ihn wieder nehmen, Ihren Talar. Denn nur die Pflicht beenden wir heute. Die Kür kann weiter gehen“. Und auch der Vorsitzende des evangelischen Kirchenvorstandes Wackernheim, Birger Beck, prognostizierte, angesichts der zahlreichen Aktivitäten, die Pfarrerin Eichner-Fischer in Wackernheim in den vergangenen neun Jahren angestoßen und entwickelt hat, dass der Ruhestand der Theologin, „wie wir sie kennen, kein ruhiger Ruhestand werden wird“. Tatsächlich plant die Pfarrerin mit ihrer in Kürze bevorstehenden Rückkehr ins Neckartal, nahe Heidelberg, nicht nur Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte zu studieren, sondern sich auch in Altersheimen und in der Flüchtlingshilfe zu engagieren.  

 

Ebenso wie Kirchenvorsteher Beck dankte Gabriele Moeren im Namen der katholischen Pfarrgemeinde Heidesheim-Wackernheim der Pfarrerin für ihr großes Engagement auch in Bezug auf die Ökumene und die schöne gemeinsame Zeit. Die Wackernheimer Bürgermeisterin, Sybille Vogt, erklärte gar: „Das ist ein schwerer Tag für uns alle. Aber das Leben ist voller Abschiede, und wer wüsste das nicht besser, als Sie, Frau Eichner-Fischer. Sie haben den steten Wandel im Leben Ihrer „Schäfchen“ begleitet. Und wir danken Ihnen für die Begleitung auf diesem Stück des gemeinsamen Weges. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass man Kirche in Wackernheim auch spürt“. Die Evangelische Pfarrerin der Wackernheimer Nachbargemeinde, Heidesheim, Erika Hagemann, blickte auf eine gelungene Kooperation mit ihrer Berufskollegin zurück: „Ich danke Dir von Herzen für diese gelungene Tandemfahrt über Stock und Stein. Bleib nun behütet, wenn Du weiterfährst“.

 

Wichtige Eigenschaften, die den künftigen Lebensweg der Pfarrerin ­– auch fern ihrer Wackernheimer Gemeinde – prägen werden, hob ein anderer Kollege Eichner-Fischers, Peter Fleckenstein, Pfarrer der Ingelheimer Versöhnungskirchengemeinde, in seiner Rede hervor: „Wir danken Dir für Deine Sanftheit, Deine Entschiedenheit und Beharrlichkeit, mit der Du uns Pfarrkolleginnen und –kollegen bei allen verwaltungstechnischen Dingen, die zu unserer Arbeit gehören, immer wieder zur Sache der Theologie zurück gerufen hast“. Das letzte Wort dieses feierlichen Abschiedes hatte Pfarrerin Eichner-Fischer: „Mit Wehmut verlasse ich meine Gemeinde. Die Menschen sind mir sehr ans Herz gewachsen. Sie haben die Arbeit mitgetragen und die guten Eindrücke werden mich begleiten“. Eichner-Fischer bedankte sich bei zahlreichen Menschen für ihre Unterstützung: „Und ich bin besonders froh, dass auch das letzte Projekt, die Renovierung der Orgel der Wackernheimer Kirche, auf den Weg gebracht ist. Nun Ihnen allen Gottes Segen und sein Geleit. Bleiben sie behütet. Adieu“.

 

 

Text und Bilder: Hilke Wiegers

 

Nachstehend drei Fotos von diesem Abschiedsgottesdienst. 

 

 

Dreifacher Dank in der Wackernheimer St. Martinskirche

Erntedankgottesdienst, Dienstjubiläum und Pechstein-Vernissage

 

Der Erntedankfest-Sonntag Anfang Oktober bot der Evangelischen Gemeinde Wackernheim gleich drei Mal die Gelegenheit, Dank zu sagen: während des Gottesdienstes in der mit Erntegaben schön geschmückten Kirche wurde nicht nur Gott als dem Geber unseres täglichen Brotes gedacht, auch der Wackernheimer Pfarrerin Vera Eichner-Fischer wurde für 25 Jahre im Dienst der Kirche gedacht. Herzliche Glückwünsche überbrachte ihr, auch im Namen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, die Dekanin des Evangelischen Dekanates Ingelheim, Annette Stegmann.

Außerdem empfanden es viele der Gottesdienstbesucher als ein besonderes Geschenk, dass im Anschluss an den Gottesdienst, musikalisch virtuos begleitet von dem St. Martinsquartett der Evangelischen Gemeinde Wackernheim, eine ganz besondere Ausstellung eröffnet wurde: Zwölf Original-Holzschnitte des expressionistischen Künstlers Max Pechstein (1881–1955) sind bis zum 11. Oktober täglich von 17 bis 19 Uhr in der Apsis der St. Martinskirche zu sehen. Sie illustrieren das wohl bedeutendste Gebet der Christenheit, das Vaterunser.

Pfarrerin Eichner-Fischer, Initiatorin der Ausstellung, führte die Besucher der Vernissage behutsam an die reduziert-flächigen, vom starken Schwarz-Weiß-Kontrast lebenden Motive heran. Die Theologin brachte ihren Zuhörern den historischen Kontext der Holzschnitte nahe, die 1921 in einer Zeit entstanden, als die Menschen infolge des Ersten Weltkrieges Hunger und Not litten. Damals stellte sich so manch’ einer die Frage nach dem Sinn des Lebens und viele – auch Pechstein – setzten ihre Hoffnung auf Religion und Christentum. Pfarrerin Eichner-Fischer lenkte die Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer nicht nur auf die Bildkompositionen Pechsteins, sondern auch auf die Assoziationen, die diese auslösen: Insbesondere die Illustration der Zeile „Vater unser, der du bist im Himmel“ wusste sie einleuchtend zu interpretieren: „In den irdischen Raum unten rechts zeigt die Hand des Allmächtigen hinein und gibt den Menschen Energie. Vater unser, von dir geht alles aus“. Im Anschluss an die Bild-Meditationen der Pfarrerin spielte das St.-Martins-Quartett unter der Leitung der Primgeigerin Anastasia Gubarkova zwei wunderbare Stücke aus der Suite Baal Shem von Ernest Bloch. Nachdem der Applaus im Kirchenraum verklungen war, hörte man es in den Kirchenbänken leise fragen „Hat’s denn gefalle’?“ und enthusiastisch antworten: „Und ob! Und ob!“. Lohn genug für einen ebenso gelungenen, wie nachdenklichen Erntedanksonntag.

Text und Bilder: Hilke Wiegers

 

Nachstehend drei Fotos von diesem besonderen Tag.