Gemeindebüro / Mitarbeiter

 

 

 

 

Aus dem Tagebuch einer Hirtin - retten, was zu retten ist ….

 

 

 

19.12.2016: Ein "Lammnotruf” - zwei Lämmern droht der Hungertod.

Alle Schäfertricks versagen. Was nun? - Handaufzucht,

sterben lassen oder töten? Es muss eine ehrliche und

schnelle Antwort gefunden werden.

Hänsel trinkt, Gretel trauert und wird schwächer. Hänsel

stößt Gretel weg (später stellt sich heraus, dass Gretel

auch ein "Hänsel" ist, jetzt heißt er Kalle).

Kalle nimmt erst nach einer Krauleinheit Milch zu sich.

Es klingelt an der Pfarrhaustür. Ein Mensch braucht Hilfe. Alles braucht seine Zeit.

Die Lieder für die Organisten und Küster .... alles muss

raus.

Kalle bleibt ein Problemlamm.

Ein Todesfall wird mir gemeldet.

Ich habe Kalle auf dem Arm und Hänsel bei Fuß, beide

gewindelt, sonst geht das im Haus gar nicht. Die Lieder

sind weitergegeben. Die Gottesdienstabläufe stehen. Das Trauergespräch hat natürlich Vorrang.

Hänsel und Kalle müssen warten. Wir brauchen eine

andere Lösung.

 

22.12. Beerdigung, dann Flaschen kochen, Kalle kraulen und Hänsel will das nun auch. Mein Hilferuf bei meiner

Freundin mit Großfamilie und Hippotherapiehof bleibt

nicht ungehört. Familie Wolf übernimmt. Mir fällt ein Stein vom Herzen.

 

23.12. Die Lämmer ziehen nach Wackernheim zu den

“Wölfen”.

Sogar die Jüngsten sind im Einsatz. Ich besuche sie. Die Lämmer können sich nicht an mich erinnern. Das ist dann so. Loslassen gehört eben auch dazu.

Alles ist gut - Rettung gelungen von Weihnachten bis

Ostern und darüber hinaus. Sie landen nicht auf dem

Teller, sondern haben eine Zukunft als“Menschenverste

her”.

 

"Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die

Lämmer in seinen Arm sammeln und im Bausch seines

Gewandes tragen und die Mutterschafe führen."

Jes 40,11

 

Die Rede ist vom einzig wahren Hirten, den Gott für das

Volk Israel senden wird. Jesaja beschreibt das Handeln

eines Hirten, wie ich es kenne. Der Verfasser des 23.

Psalms spricht von Gott als Hirten, wie ich es hoffe und

teilweise erlebt habe. Jesus bezieht das Bild auf sich.

Wir kennen diese Worte. Sie berühren uns. So ist Gott, so ist Jesus, fürsorglich, barmherzig und orientierend.

Manchmal ist dann auch Strenge angesagt, nicht nur bei Schafen.

Pastores (Hirten) können versuchen, dem nachzufolgen. Allerdings, das Hirtenamt so tadellos und umfassend aus-

füllen zu können, bleibt Illusionund endet ungebremst

schlimmstenfalls im Bournout.

Es gelingt nicht alles - weder in einer Schäferei, noch in

einer Kirchengemeinde.

Hirten tragen oft schwer und versuchen zu “tun, was mög-

lich ist.”

Kein Wunder, dass das Bild vom Hirten so tief berührt

und Ansprüche nach Rundumversorgung freisetzen kann. Trotz aller gebotener Vorsichtbleibt es ein Urbild für Für-

sorge, Hilfe und Vertrauen.

Übrigens, die Herdengröße ist für eine gelingende Hüte-

haltung begrenzt.

Dazu kommt: Rettung schafft man selten allein. Es

braucht Unterstützung.

Dann kann "gerettet werden, was zu retten ist ....,"  - dann ist Weihnachten, Ostern und Pfingsten zugleich. Dann bin ich auch gerne Hirtin - so oder so.

 

Pfarrerin Karin Becker

 

 

Das Evangelische Pfarramt ist geöffnet:

 

  • Dienstags: von 9.00 bis 11.00 Uhr
  • Donnerstags: von 17.00 bis 19.00 Uhr,

 

sonst nach telefonischer Vereinbarung.

 

In dieser Zeit stehen Ihnen unsere Mitarbeiterinnen im Gemeindebüro zur Verfügung:

 

  • Frau Carola Weiand
  • Frau Kerstin Badstieber.

 

 

Anschrift:

Evangelische Kirchengemeinde Wackernheim

Mühlstraße 23

55263 Wackernheim

 

Telefon Pfarrbüro: 06132 738 98 56

Telefax Pfarrbüro: 06132 738 98 55

Telefon Karin Becker: 0177-5675678

 

 

E-Mail:   ev.pfarramt.wackernheim@t-online.de

Webseite: http://ev-kirchengemeinde-wackernheim.jimdo.com/.

 

  

 

Herr Jörg Beimgraben ist unser Küster. Er ist bei allen Veranstaltungen in der St. Martinskirche, wie Gottesdienste, Taufen und Hochzeiten für uns tätig.